Wenn ein geliebter Mensch verstirbt, erleben wir einen Trauerprozess, der aus fünf Phasen besteht: Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression und Akzeptanz. Jede dieser Phasen kann schmerzhaft und überwältigend sein. Es ist wichtig zu verstehen, dass jeder Mensch Trauer auf seine eigene Weise erlebt und es keinen richtigen oder falschen Weg gibt, damit umzugehen. Während einige Menschen die Phasen schnell durchlaufen, benötigen andere mehr Zeit. Es gibt kein festgelegtes Zeitlimit für die Trauerarbeit. Trauer ist ein individueller Prozess, den Sie so gestalten sollten, wie es für Sie am besten passt. 

Jede Phase ist eine natürliche Reaktion



Verleugnung
Menschen, die sich in der Verleugnungsphase befinden, sind noch nicht in der Lage, ihren Verlust zu verarbeiten. Sie sagen oft Dinge wie „Das kann doch nicht wahr sein“ oder „Er wird jeden Moment zur Tür hereinkommen“ um sich einzureden, dass der Verlust nicht dauerhaft ist. Durch Verleugnung können wir unseren Verstand und unser Herz davor schützen, von unerträglichem Schmerz überwältigt zu werden.on auf den Verlust
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Wut
Menschen, die sich in diesem Stadium der Trauer befinden, bringen ein intensives emotionales Leiden zum Ausdruck, mit Gefühlen des Verlassenseins und des Grolls auf das, was sie als Ursache für den Verlust sehen.
„Er hat mir das angetan“ ist eine häufige Äußerung in der Phase der Wut. Wut entsteht oft, wenn Menschen glauben, dass der Tod eines geliebten Menschen von jemandem verschuldet wurde.


 

 

Verhandeln
In der Verhandlungsphase versuchen wir, das Geschehene ungeschehen zu machen oder wiederherzustellen, damit alles wieder so wird wie vorher. „Hätte ich nur…“, „Ich hätte…“ sind Beispiele für Gedanken, die in dieser Phase häufig auftreten. In der Verhandlungsphase können auch Schuld- und Schamgefühle auftreten. Eine häufige unausgesprochene Abmachung in dieser Phase lautet: „Ich werde von jetzt an richtig leben, wenn du nur zurückkommst.“


Depression
In der Depressionsphase beginnen wir, uns zu lösen und langsam zu akzeptieren, was geschehen ist. Obwohl wir den Verlust vielleicht nie vergessen werden, sind Liebe und Intimität wiederhergestellt, und wir beginnen, Hoffnung zu schöpfen und die Perspektive zu wechseln. In der Depressionsphase geht es darum, den Verlust zu akzeptieren und sich von der verstorbenen Person zu lösen.


 

 Akzeptanz
Das letzte Stadium der Trauer, das oft erst Jahre später eintritt, ist die Akzeptanz. Wir akzeptieren nicht nur, was geschehen ist, sondern auch unser neues Leben ohne den geliebten Menschen in es. Wir lernen, mit dem Verlust zu leben und in unseren Herzen Platz für neue Beziehungen zu schaffen.